Der Begriff Zoon Politikon wurde von Aristoteles in seiner Schrift Politika eingeführt, in der er den Menschen als genuines die Gemeinschaft, die »Polis« bzw. den Staat bedingendes Lebewesen beschreibt.
Das Projekt »Zoon Politikon« versteht sich als ein (Online-)Video-Archiv in künstlerischem Format, eine Work in Progress, die autobiografische Perspektiven von Persönlichkeiten wiedergibt, die den Komplex »Polis« erfahrbar machen. Dabei geht es darum, die individuellen wie gesellschaftlichen Paradigmen, Identitätswandel und Zusammenhänge des 20. und 21. Jahrhunderts von Gesellschaftsbeteiligten anhand der Biographien des modernen Zoon Politikon sichtbar zu machen.
Die aufgenommenen Personen werden aufgefordert innerhalb von 50 Minuten ihr Leben als politisches Lebewesen zu beschreiben. Sobald die Kamera läuft, tritt das Gegenüber in den Hintergrund, sodass nichts als das zur Kamera gerichtete Gesicht der Person auf schwarzem Hintergrund zu sehen und ihre Stimme zu hören ist. Nach dem Vorgespräch werden in der Regel keine Fragen mehr gestellt. Das Loslösen vom gewöhnlichen Interviewformat in die Ästhetik eines Portraits dient dem Zweck der Authentifizierung der jeweiligen Identität bzw. des Gesagten.

Konzept, Redaktion, Durchführung, Kamera: Jonas Englert, Assistenz: Julia Lottmann, Ferdinand Paul, Produktion: Jana Ilieva, Jonas Englert, Webdesign: Jonas Englert, Programmierung: Julia Lottmann, Rostyslav Likholat

Dank an die Teilnehmenden, die Unterstützerinnen und Unterstützer, Elisabeth Abendroth, Ulla Bayerl, Anita Beckers, Heiner Blum, Benjamin Brommer, Herbert Brunner, Jaewon Chung, Christel Eckart, Eugen El, Alexander Paul Englert, Barbara Englert, Ralph Fischer, Hasan Gazi, Florian Geiger, Adrienne Goehler, Norman Hildebrandt, Wolfgang Kaußen, Hanna Laura Klar, Manfred Kötter, Xenia Lesniewski, Stephan Limbach, Ute Lorenz, Alexander Oppermann, Werner Ost, Enno Schmidt, Pola Sell, Margret Spaniol, Deborah Vietor-Engländer und Hilde Wackerhagen.

Gefördert von der Faust-Kultur-Stiftung, Elias Projects, Maya Miteva, Michael Torunsky und Angelina Pramova. Gefördert mit Mitteln der Hessischen Filmförderung. Gefördert mit Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

 

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